Die Zwerge

Duncan, Seidenhahn

Der Anfang

Angefangen hat den Zirkus mit den Playmobilhühnern meine liebe Frau. Wir haben uns letztes Jahr ein weißes Seidipaar sowie drei bunte Seidihennen am Ganglmarkt gekauft. Die kleinen sehen zwar weit nicht so flauschig aus wie auf den Bildern mit denen meine Frau mich geködert hat, sind aber trotzdem irgendwie niedlich. Es gab am Markt vier Seidizüchter welche fast nur schwarze und weiße Seidenhühner anzubieten hatten. Und einer hatte wildfarbene, hehehe.

Jedenfalls war der Plan die Zwerge mit den Brahmas laufen zu lassen. Das klappe wunderbar kann man in manchen Foren nachlesen. Also wurde kurzerhand eine 1 qm große, verschließbare Schlafbox aus Holz gebastelt und in den Hühnerstall (damals hatten wir erst zwei Ställe) gestellt.

Die Großen

David hat sich gleich am ersten Tag mit Brunhild und Fridolin angelegt. Die Henne war mäßig begeistert ob des Zwergenaufstandes, nach 20 Sekunden war die Sache geklärt: David ist zu klein für Brunhild und zieht ab. Den Fridolin hat er länger segiert, David ist immer wieder über den sanften Riesen gesprungen und ist ihm zwischen die Beine gelaufen. Fridolin hat sich eigentlich kaum bewegt, trotzdem hatte der Minihahn ab dem nächsten Tag einen Heidenrespekt vor allen Riesenhühnern;-) Er hat mit seinen Seidimädels unter den Sitzstangen Revier bezogen, aus dem Stall ging nur Scarlett und lief mit den Großen.

Es half alles nix, ein neuer Stall musste her! Den Bau des Seidistalles könnt ihr auf der Stallseite nachlesen, sobald die Zwerge ihr eigenes Revier hatten war wieder Ruhe in der Kiste. Aber nicht lange, denn als Luna - die wildfarbene Seidihenne - zu krähen begann haben wir uns entschlossen, den Davidfreund dem Oliver zu schenken. Der hat nämlich einen Biobauernhof - von dem wir übrigens auch unsere Einstreu sehr günstig kaufen - und einen Streichelzoo. Als er im Sommer mit seiner Familie zu Besuch war waren die Kinder sofort von unseren handzahmen Hühnern begeistert, also fiel die Entscheidung relativ leicht.

Die Nacht

Der neue Plan war ein Stall direkt an der Wand zum Schlafzimmer. Da könnten die Seidis bei Regen in der überdachten Einfahrt rumwuseln, und sonst den ganzen vorderen Garten benutzen. Bei Sonnenaufgang würde uns buchstäblich der erste Hahnenschrei sanft aus dem Schlaf holen.

Als ich in der nächsten Nacht gegen Mitternacht so am PC arbeite krieg ich einen Riesenschreck: Wirbel im Seidistall! Ich laufe raus um nachzusehen, da höre ich es deutlich: Duncan kräht! Okay dachten wir, der Umzugstress ist schuld, vielleicht hat ihn eine Katze verschreckt, vielleicht war es aber auch der Mond?

Duncan kräht eigentlich immer, mir kommt es vor wie bei den Hunden: Kleine Hunde bellen mehr als Große. Unsere Brahmahähne krähen morgens, mittags und abends. Tagsüber kräht Fridolin nur ganz selten, so manchen Tag aber auch gar nicht. Duncan kräht hingegen wirklich dauernd, auch nachts! Und er steckt damit andere Hähne an, das ist fatal. Wir haben jetzt vier kleine Krähmonster im Zwergenstall, und der Duncanfreund kräht bei der Erna ebenfalls um Mitternacht;-)

Der Regen

Und das mit dem Regen ist auch so ne Sache. In der überdachten Einfahrt bleiben unsere Zwerge nur wenn wir sie dort einsperren;-) Ich hab noch nie sooooooo nasse Hühner gesehen wie die Seidis. Sobald die ersten Tropfen fallen stürmen die Kleinen raus in den Regen und kommen freiwillig auch nimma rein. Pitschnass müssen wir die Zwerge mit dem Stamperbesen in die Einfahrt lotsen und einsperren bis sie wieder trocken sind, denn durchnässt bis auf die Haut kann sich sich ein Kilo Huhn leicht verkühlen.

Der Schnee

Meine eigene kleine Theorie zur Fußbefiederung ist ja die: Zum einen sind die Federn an den Füßen der Hühner vergleichbar mit den Schneeschuhen für uns Menschen. Vor allem unsere Zwergcochindamen laufen voll cool durch den Schnee, ohne Anstrengung, und ohne zu versinken. Die eine oder andere Seidihenne mit nur ganz wenig Fußbefiederung hingegen mussten wir schon öfters aus dem Schnee retten: die werden nämlich schnell ganz steif und können sich echt nicht bewegen. Wir pflücken die Hühner dann aus dem Tiefschnee und setzten sie ins warme Stroh. 10 Minuten später kann die Henne dann wieder selber gehen als ob nie was gewesen wäre.

Zum anderen schützt die dichte Befiederung an den Beinen die Haut vor dem eisigen Wind und der klirrenden Kälte. Wir haben hier im Winter oft minus 20 Grad auch tagsüber. Trotzdem sind unsere Zwerge kaum im Stall zu halten, die Nonnen wuseln besonders gerne durch den Schnee. Auch wenn die Fußfedern dabei nass werden hat sich deswegen noch kein Huhn bei uns erkältet, auf einer Ausstellung braucht man sich mit solch schmutzigen Federn natürlich nicht viel erwarten;-)

Eine Theorie zur Herkunft der Seidis schließt ja den Himalaja mit ein. Das hätte durchaus Sinn: der Rosenkamm der Seidis soll in erster Linie helfen der Kälte zu trotzen. Ein normaler, dünner, stehender Kamm würde bei den Temperaturen in ihrer Heimat schnell abfrieren. Auch die Parallelen zu den Brahmas sind für mich kein Zufall sondern Bestätigung für meine kleine Theorie, und wenn die wirklich stimmt dann bekommen unsere Zwerge mit jedem Winter mehr Federn an den Beinen...*freu*

Seidenhuhnvideos

Agathe hat net schlecht gestaunt als plötzlich die Xenamaus vor ihr saß, viel Vergnügen mit dem ersten Clip.

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Der Kleine Hahn kräht meist aus seiner sicheren Ecke, dafür aber häufig. Die Seidenmädels sind schon etwas mutiger, heute Morgen habe ich schon Scarlet mit den großen im Garten gesichtet. David zieht es momentan noch vor im hinteren Teil des Stalles zu residieren, nur zum Futtern kommt er gerne vor. Hier also ein kurzes Krähfilmchen vom Minihahn;-)

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Kräh kleiner Hahn, kräh!
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Das worauf unsere kleine Scarlett da so rumtanzt ist eigentlich die Schlafbox für die Seidis. Das war zumindest der Plan;-) Mittlerweile schläft niemand mehr in der zugedachten Box sondern alle Seidengesichter auf derselben. Wahrscheinlich gibt ihnen das ein Gefühl der Sicherheit, denn auch Glucken suchen ja bekanntlich erhobene Plätze zum Brüten. Wie dem auch sei, von da oben haben die Kleinen einen guten Überblick und müssen nicht immer zu den Brahmas hochsehen. Bin schon gespannt wie das im neuen Stall wird, Fridolin hat ja jetzt seinen eigenen Stall bekommen, und der Stall für die Dagoberts wird gerade gebaut, und als Nächstes bekommen die Seidis einen eigenen Stall neben dem Kindergarten.

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Seidihenne auf Box
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Der erste echte Seidifilm ist gar keiner, es ist ein Zwergenfilm. Unter Zwerge laufen bei uns die Seidis, die Zwergcochins und die Zwergbrahmas;-) Hier sind sie zu sehen beim Verzehr von zwei Rädern Extrawurst. Allen voran O-Ren und Madame sowie die beiden Nonnen, Herakles kräht derweil im Hintergrund wie verrückt. Es ist eine Freude den wuseligen Federbällen zuzusehen, irgendwie sehen sie aus wie wandelnde Wischmopps...*duck und wegrenn*

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Zwergcochinhenne mit Extrawurstrad
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First Crow - Erster Krähruf

At the tender age of only 7 weeks this little rascal began to crow. Piccolino grew up in the presence of Grishnak, a Bantam Cochin cockerel, and 3 adult hens. He learned a lot from the elder chickens, he feels very mature by now;-) Piccolino climbs his "tree" and flaps his wings; he knows how to dust and he staunchly defends his coop against our cats. You can hear him crow 2 times in this clip. (Sorry for the poor video quality, our camcorder has difficulties with dark environments)

Obwohl der kleine blaue Racker gerade mal 7 Wochen alt ist hat er schon das Krähen vom Grishnakfreund gelernt. Entschuldigt bitte die schlechte Qualität des Filmes, in der morgendlichen Dunkelheit liefert unsere Videokamera einfach keine schärferen Bilder. Aber das Krähen ist trotzdem 2 mal ganz deutlich zu hören, so deutlich wie es sein 400-Gramm-Resonanzkörper halt rüberbringt;-) Piccolino der kleine Hahn legt sich jedenfals mächtig ins Zeug, turnt auf seinem Ast rum und streckt den Kopf vor beim Krähen, ganz wie die Großen, hehehe.

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First Crow - Erster Krähruf
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Hagrid und seine Freunde!

This is a vintage clip showing off our Bantams bck in 2005, it´s 20 minutes long and shows all our birds with name and breed, also! Back then we had many Silkies in many different colors, but we soon realized that Silkies are not the optimal birds for us: they are kinda packet of hormons on feet!LOL! The females ALWAYS go cluckie and the males ALWAYS crow - all the time, even in the night!;-( Also the males tend to fight rather much starting at the rather early age of 3-5 weeks. So we now only raise Silkie-hens and only Pekin males. Of course we also have Pekin-hens, but no Silkie-cocks anymore. We still have many diffeent colors runing around, I think this clip gives you an idea of how our bantams look like, enjoy the clip!

In diesem Video werden unsere Zwerge vorgestellt, ich hab letztens ein "altes" Video aus 2005 gefunden welches bis jetzt zu groß war um es online zu präsentieren. Mittlerweile gibt es ja "schnelles Internet" und darum kommt der Clip nun mit etwas Verspätung auf unsere Seite. Zu sehen sind unsere Zwerghühner, damals hatten wir noch Unmengen an Seidis!LOL! Wir haben aber schnell gemerkt dass die kleinen Racker so ihre "Macken" haben: die Hennen sind dauernd(!) gluckig und die Jungs raufen dauernd(!), das sind wahrlich kleine Hormonbündel auf Beinen!;-) Das Video ist etwa 20 Minuten lang und zeigt viele langsame Nahaufnahmen unserer Hühner, viel Spass!

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last update: 02-16-10
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